Roland Knäbler
Roland Knäbler

 

     Bibel         

 

Zeugen im Glauben

 

 


Jes 6, 1-2a.3-8 Lk 5, 1-11 (C), 5.SiJ.

 

Gesendet vom liebenden Gott

 

 

Berufung zwischen Egoismus und Nächstenliebe

 

Der Titel des Nachtcafé‘s hat mich neugierig gemacht.

Diese Talkrunde des Südwestfernsehens war überschrieben mit

‚Selbstliebe oder Nächstenliebe- wieviel Egoismus ist gesund?‘

Es waren Extrempositionen versammelt:

Daniela Ernst, die ihr Leben verändert hat und sich zur Hälfte im Jahr in Afrika für Straßenkinder einsetzt und sich kümmert.

Der Medienunternehmer Julien Backhaus, der klar formuliert: Erfolg wird nur durch Egoismus möglich. Am Ende profitieren vom Wachstum dann alle.

In der Sendung wurde deutlich:

Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte des Maßes.

Es ist das biblische ‚Nächstenliebe und Selbstliebe‘ gehören zusammen.

Eine Portion Egoismus lässt uns wachsen, lässt mich auf mich achten, was ich brauche und auf meine Ressourcen.

Das setzt mich dann frei für Andere.

Gefordert ist die Balance zwischen Individualismus und Selbstaufgabe.

 

Sendung

 

Angesichts der heutigen Schriftlesungen frage ich mich, wieviel Gott und wieviel Gottes-Sendungsauftrag ist da möglich?

In beiden Schriftlesungen geht es um den Auftrag Gottes:

Die Sendung von Menschen, um von ihm zu verkünden.

Die Sendung von Menschen, um Menschen einzufangen in den Bereich Gottes.

Wo gehört das hin?

Ist das egoistisch, um die Macht Gottes zu vergrößern?

Um Macht über die Menschen zu haben?

Um die Macht und den Reichtum einer wie auch immer gestalteten Kirche zu steigern?

 

Die Berufungsgeschichte des Propheten Jesaia gibt uns da eine erste Einordnung:

Jesaia spürt die Größe Gottes, alles ist von ihm erfüllt.

Jesaia kommt sich so klein vor.

Er erkennt seine Schwächen; was ihm schon alles über die Lippen gekommen ist!

Doch dann werden gerade diese zum Ort der Reinigung und Wiederherstellung der Gottesgemeinschaft:

‚Deine Schuld ist gesühnt‘.

Da ist nichts davon spürbar, dass Gott egoistisch auf seiner Macht beharrt.

Selbst die Stimme, die Jesaia hört, die frägt ‚Wen soll ich senden?‘, lässt noch alles offen und vereinnahmt nicht.

Jesaia kann sich entscheiden und selber bestimmen, ob er das möchte.

Dann gibt er Gott die Antwort und lässt sich senden.

Jesaia spürt, hinter Gottes Ruf steht nicht ein göttlicher Egoismus, sondern Gottes Liebe zum Menschen.

Gott braucht Menschen wie Jesaia, die die befreiende Zuwendung Gottes weitersagen, die von Gottes Liebe und Rettung verkünden.

 

Jahrhunderte später gibt der reiche Fischfang am See von Gennesareth die Dimension wieder, was möglich ist, wenn Gott dabei ist.

Petrus und die anderen erschrecken darüber, weil sie gerade mit einer gesunden Portion Egoismus dabei waren nach sich selbst zu schauen.

Nach einer arbeitsamen Nacht sind sie müde und brauchen Erholung.

Sie müssen ihren Frust verdauen, dass sie umsonst gearbeitet haben.

Sie müssen sich sorgen um das Auskommen ihrer Familien an diesem Tag.

Der Blick auf sich selbst ist ihnen erst einmal wichtiger als alles Andere.

Es braucht großen Zuspruch von Jesus.

Aber dann geht ihnen nach dem großen Fischfang – ähnlich wie schon dem Propheten Jesaia – auf, wie klein doch ihr Denken ist vor der Größe Gottes.

Wie klein das Vertrauen in die Kraft Gottes und seine Führung.

Am Ende steht auch bei ihnen die Entscheidung von Gott zu verkünden und sich in seinem Namen den Menschen zu zuwenden.

 

Es sind zwei Berufungen, von denen wir aus den Schriftstellen gehört haben die der dritten Berufung, nämlich der Unsrigen, Beispiel sind und Nahrung geben:

In ihrem Ziel sind sie sich einig.

Es geht darum, Menschen in die Gemeinschaft mit Gott zu führen und beide Male ist es Gott selbst, der die Gemeinschaft herstellt und den Menschen entgegenkommt.

Beide Male geht es um die Nähe des liebenden Gottes, trotz oder gerade in den Nöten.

Beide Male steht die Entscheidung von Menschen diese Sendung und Aufgabe zu übernehmen.

Da geht es dann um unsere heutige Berufung und Sendung:

Über einen gesunden Egoismus hinaus geht es darum den Individualismus zu überwinden.

Es geht darum, meine Verantwortung zu übernehmen und mich mit Gottes Liebe und in seinem Auftrag um die Menschen zu kümmern. 

 

 

     

 

                         

 

 

Zeugen

 

Als wäre keine Sonntag dazwischen gewesen, berichtet uns das Evangelium von der Rückkehr der Jünger, die in Emmaus gewesen waren.

Man kvorstellen, wie sie noch voller Eindrücke und Erlebnisse, den Anderen erzählen, was alles gewesen ist.

Wie sie gemerkt haben, dass sie Jesus begegnen, als sie miteinander das Brot gebrochen haben.

Heute würden wir sagen, als sie miteinander Eucharistie gefeiert haben.

Das war schon ein starkes Erleben, das hat sie überwältigt, trotz aller Reden darüber, dass Jesus auferstehen würde:

Das war so ein starkes Gespür, dass Jesus da ist und ihnen gibt!

Das müssen sie weitererzählen.

 

Dann scheint es sich zu wiederholen:

Während sie noch am Erzählen sind, ist diese starke Erfahrung da, dass Jesus da ist.

Wieder ist es das Essen und das Teilen des Wortes Gottes.

Er öffnet ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift, heißt es.

Wichtig auch für uns: Er öffnet nicht die Ohren!

Was über Gott aufgeschrieben ist, das soll nicht nur ins Ohr gehen.

Was von Gott erzählt wird, soll durch die Augen in mein Inneres gelangen, sich in meinem Inneren abbilden.

Durch seine Erscheinung unterbricht Jesus, dass sie über den Glauben reden.

Er macht einen feinen Unterschied:

Jesus spricht nicht über den Glauben, sondern Jesus spricht im Glauben.

Das ist etwas, was wir auch mit den Kindern, die sich auf die erste Kommunion vorbereiten, erleben.

Immer dann wenn wir über den Glauben nur reden, ist die Gefahr groß, dass er im Ohr stecken bleibt oder, wie es unsere Sprache verrät: Durch die Ohren hindurchgeht.

Das ist, wie wenn ein Kind hinfällt, sich die Haut aufschürft und ein Pflaster braucht.

Da kann ich viel reden, wie gut ein Pflaster sein kann, wie eine Salbe heilt.

Aber erst, wenn die äußeren Augen sehen und die inneren Augen spüren, dass meine Hand die Salbe aufträgt und das Pflaster auflegt, spürt das Kind die heilsame Veränderung und, dass es gut tut.

 

Im Glauben Zeuge/Zeugin sein

 

Es geht um das Tun, um das Beispiel, um das Persönliche.

Das wird spür- und sichtbar und wirkt.

Gleich zweimal werden wir heute daran erinnert:

In der Lesung aus der Apostelgeschichte ruft Petrus den Menschen in Erinnerung, dass sie die Zeugen für die Auferstehung sind.

Mit fast denselben Worten bestärkt Lukas Im Evangelium  die Jünger, dass sie die Zeugen und Verkünder der Auferstehung sind.

Wieder geht es beide Male nicht darum über Auferstehung zu reden, sondern Auferstehung zu leben und dadurch zu bezeugen.

Petrus und Lukas machen es fest an der Bereitschaft der Umkehr der Menschen.

Wo Menschen Einsicht zeigen, wo Menschen Fehler zugeben können und es sich eingestehen können, wo Menschen bereit sind, neue Wege und Richtungen einzuschlagen, wo Menschen bereit sind zu verzeihen, sind sie Zeugen dafür, dass Jesus und seine Gottesliebe lebt.

 

Auch wenn wir um Ostern herum immer versuchen über Auferstehung zu reden, es bleibt beim Versuch.

Jesus lebt und wird auch heute nur greifbar, wo Menschen Auferstehung erlebbar machen.

Das ist das grundlegende Problem für uns als Gemeinde und als Christen, nicht nur in diesen Wochen der Osterzeit und Erstkommunionfeiern:

Glauben an die Auferstehung lässt sich nicht lehren.

Glauben lässt sich nur erfahren, eben zum Beispiel dadurch, dass wir durch uns bezeugen, dass wir anders sind, weil wir nach Jesus und seiner Botschaft greifen.

Wir sind diese Zeugen und Zeuginnen für den lebendigen Gott wo wir im Glauben unterwegs sind:

Betend, Handelnd, Großzügig, Offen, Zuhörend, Vergebend…

Wo Menschen spüren, dass wir anders sind, weil wir Christen sind, dann sind wir Auferstehungszeugen.

Es ist wie mit dem Pflaster für das Kind:

Zu wissen, dass es Auferstehung gibt, mag ja hoffnungsvoll stimmen.

Auferstehung erfahren kann ich aber nur, wenn mich jemand aufrichtet, wenn jemand mit mir umgeht, wie Jesus mit den Menschen umgegangen ist. 

Dann wird Jesus greifbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Herz Gottes am Kreuz

 

In den Kirchen werden ab dem 5. Fastensonntag die Kreuze und Bilder verhüllt, die schon zu großartig auf Ostern hinweisen, auf die Auferstehung und das Leben nach dem Tod.

Früher waren Kreuze aus diesem Grund noch mit Edelsteinen und Gold geschmückt.

Vor dem Osterjubel steht aber die Trauer und das Dunkel des Todes.

Da sind die Schreie und Klagen, die Tränen und die Angst, das Leiden, der Tod.

‚Das Weizenkorn muss sterben und darf nicht an seinem Leben hängen, sonst bringt es keine Frucht, kommt es nicht zu seinem Ziel‘, sagt Jesus zu seinem Tod, den er vor Augen hat.

Wir verhüllen weil es Jesus heute für unseren Glauben nicht um das große Äußere, sondern um das kleine Innnere geht, um das Unsichtbare.

Es geht ihm um das, was man nicht zu sehen braucht, was man aber fühlt: Das Herz Gottes und des Menschen.

Dieses Herz hängt unsichtbar am Kreuz.

 

Aus ganzem Herzen

 

Ein Kommunionkind hat dies auf seiner Erstkommunionkerze ganz schön zum Ausdruck gebracht.

Kinder und Eltern haben die Kerzen gemeinsam verziert.

Das Grundthema für Alle war: Durch Jesus und sein Leben erblüht das Heil und Gute für mein Leben und das Leben meiner Mitmenschen.

Deshalb sollten auf allen Kerzen auf irgendeine Art Blumenblüten sein.

Viele haben die Blüten auf ein Kreuz gemacht, andere sogar ein ganzes Kreuz aus Blüten, wieder andere haben den Kelch oder den Leib Christi mit Blüten umrandet.

Ein Kind hat eine Herzensblüte in die Mitte des Kreuzes gemacht:

‚Was geschieht soll aus dem Herzen kommen‘.

Das geht nicht nur Kindern so, das kennen wir alle:

Das, was ich aus dem Herzen heraus mache, gelingt anders und gibt mir ein anderes Gefühl, als das, was man halt macht weil es sein muss oder weil man anderen etwas nachmacht, damit man dazugehört.

 

Ins Herz geschrieben

 

Gott hat in das Herz der Menschen viel hineingelegt.

Der Prophet Jeremia sagt: Sein ganzes Gesetz und meint damit:

Gott hat seinen Bund, seine Gemeinschaft, sein Vertrauen in die Menschen, in ihr Herz gelegt.

Im Herzen haben die Menschen Verbindung mit Gott.

Gott zeigt den Menschen sein Herz und lässt es aufblühen durch Jesus, durch alles, was Jesus aus sagt und tut.

Jesus macht, was er macht, aus ganzem Herzen und lässt so die Gemeinschaft und die Hilfe Gottes für die Menschen neu aufblühen.

Durch sein Verständnis für die Anderen, durch sein Auge für diejenigen, die sich nicht lauthals melden, für Fremde, die ihm begegnen.

Diese Liebe zu den Menschen, aus ganzem Herzen, seine Leidenschaft den Menschen den Blick für Gott in ihrem Herzen zu öffnen und offen zu halten, bringt Jesus jetzt ans Kreuz.

Das fällt ihm nicht leicht.

Das bewegt und belastet ihn:

‚Mein Seele ist erschüttert‘ sagt er.

Sein innerstes Gefühl, seine Liebe zu den Menschen führt ihn dazu, sein Leben zu verlieren.

 

Aus Gottes Herz leben

 

Wenn Jesus uns heute sagt, dass wir ihm durch unseren Dienst durch unser Leben nachfolgen sollen, dann traut er uns zu, dass wir in unserem Leben das Herz Gottes zum Erblühen bringen können.

Da, wo wir aus Liebe zum Menschen schweigen, da wo wir aufmerksam machen auf unhaltbare Zustände und Ungleicheiten bei uns und weltweit, auch wenn wir die Angst spüren, wie Andere wohl darauf reagieren.

Das Herz Gottes kann durch uns zum Blühen kommen, wann immer wir Menschen Raum zum Durchatmen geben, wann immer wir ein Beispiel des Vertrauens Gottes zu den Menschen sind, wo immer wir innerlich mitfühlen mit dem was Anderen und was auf der Welt geschieht.

Es ist ein schönes Zeichen, dieses Herz in der Mitte des Kreuzes auf der Kommunionkerze und es ist das Zeichen des verhüllten Kreuzes dieses Fastensonntages:

Das unsichtbare Herz Gottes für uns wird sichtbar durch das Leben und den Tod von Jesus Christus für die Menschen.

Das dürfen wir für uns dankend annehmen.

Weiter erblühen möchte das Herz Gottes durch uns, da wo wir aus ganzem Herzen versuchen so zu sein und das zu tun, was Gott uns durch sein Wort ins Herz geschrieben hat.

 

Seht - Erwartet - Begegnet Gott

2 Chr 36,14-16.19-23 Joh 3,14-23   Bibel

 

 


Im Schatten des Lebens auf das Licht schauen


 

Was wir hochhalten

 

Ein Sportschuh, eine Flasche Wasser, eine Computertastatur hält uns die Stange entgegen, neben dem Berg der Verwandlung und dem Wasser des ewigen Lebens.

Solche Stangen und Pfähle, mit denen die Menschen zeigten was ihnen wichtig war, gab es schon immer.

Sie waren Ausdruck geistlicher Haltungen, für Kultur und Religiöses.

Da stehen die Totempfähle der Naturvölker und indianischen Stämme: Sie sind Beschützer und Helfer, erinnern an Verstorbene, zeigen die Familienzusammengehörigkeit.-

Am Marterpfahl wurde gefoltert und gefangen gehalten.

Im Mittelalter wurde daraus der Hexenpfahl:

Zeichen der Verleumdung, der Ängste, des Aberglaubens, des Kampfes für den richtigen Glauben und der Macht der Kirche.

Heute stehen die modernen Pfähle und Stangen: Im Straßenverkehr nicht mehr wegzudenken als Mahnung und Warnung, um die Richtung anzugeben; wir sehen die hochgehobenen Schilder der Werbung und die Fahnenstangen, ein Zeichen der Identität, der Ehre und des Sieges.

Ein Sportschuh, eine Flasche Wasser, eine Tastatur,

gehören zu den Zeichen, die wir heute hochhalten:

87% aus einer Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung sagen, Gesundheit ist uns wichtig. Dazu gehören Sport und Bewegung, Ausgleich und Freizeit.

Ähnlich hoch ist die Bedeutung der Ernährung, global gesehen reicht es vom Hunger und Kampf ums Wasser, bis zum Kalorienzählen, von Mangelernährung bis zur täglichen Sorge wie ich ausgewogen esse.

Genauso hochgehoben wird der Wert, dass ich einen Arbeitsplatz habe.

Mit all dem zusammenhängend trägt unsere Stange den Wunsch nach Familie und Partnerschaft, nach Freunden und Vertrauten, nach Unabhängigkeit.

Ein modernes Kreuz entsteht, von dem wir uns den Himmel und das Heil für unser Leben erwarten.

 

Erhöhung am Kreuz

 

Da verblasst, was uns Gott vor Augen hochhält und das ursprüngliche Kreuz gerät in die Gefahr in den Hintergrund zu rücken.

Dabei macht es uns noch eine andere Tiefe auf für das, wonach wir schauen.

Im Glaubensgespräch von Jesus und Nikodemus hören wir:

‚Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat‘. (Joh 3, 14)

Bei Mose war es tatsächlich der Blick auf die Schlange, da-

mals Zeichen für das Heil, das Gott schenkt, die Rettung

vor den Giftschlangen der Wüste.

Das Volk Israel von dem wir heute in der Lesung hören, hätte diesen Blick auf die Rettung durch Gottes Heil dringlich nötig gehabt.

Seine Leitung und die führenden Köpfe halten das Falsche empor: Die Untreue gegenüber Gott und Menschen, die verkündet Gottes werden verhöhnt, das Haus Gottes wird entweiht- es ist eine Zeit des Niedergangs des Gottesglaubens.

Das Volk muss die Erfahrung machen: In falsche Höhen zu schauen lässt tief fallen.

Es wird Jahrzehnte dauern, bis die Gesellschaft sich wieder erholt hat und Gott hochhält, als Zeichen der Rettung.

Von Paulus wird uns ein anderer Wert hochgehalten, wovon er überzeugt ist:

Nicht auf Grund dessen was sie tun können Menschen gerettet sein, sondern nur durch die Gnade Gottes, durch das Entgegenkommen Gottes.

Paulus hält einzig die Liebe und die Güte Gottes hoch, die Jesus den Menschen verkündet und durch sein Leben gezeigt hat.

Das hält er den Menschen als Beispiel entgegen und schaut ganz ans Ende der Stange, ans Ziel:

Am Ende entsteht der Himmel, den sich die Menschen für sich wünschen, aus der Liebe Gottes zu den Menschen.

Das gibt den Blick auf Ostern frei, den das Johannesevan-

gelium uns hinhält.

 

Der Blick auf das Kreuz

 

Johannes lenkt den Blick auf das Kreuz und auf Jesus Christus:

Wer dahin blickt, bleibt nicht bei der gegenwärtigen Lebenserfahrung stehen.

Der Blick auf das Kreuz, öffnet den Blick auf die ewige Dimension des Lebens.

Gott legt den Neubeginn, die Hoffnung, die Veränderung.

mit dazu.

Es ist ein Blick auf das Licht, zu dem uns der Glaube führen möchte.

Das kann eine unserem Leben eine neue Gelassenheit schenken, denn bei dem was wir sonst hochhalten schauen wir immer nur nach oben, nah dem besser, mehr, zufriedener.

Der Blick zum Licht und zur Liebe Gottes beginnt da nicht, wo wir uns vielleicht das Heil erwarten, sondern unten.

Da, wo Menschen sich mit ihrem Dunkel beschäftigen, mit ihren Schwächen, mit ihrem Mangel, mit den eigenen Fehlern, mit all dem, was nicht so ist wie es sein könnte und sein sollte.

In dieser dunkleren Seite des Lebens dürfen wir den Blick von unserer Wertestange langsam hochnehmen und abwenden und auf Jesus schauen:

Durch den Stamm seines Kreuzes dürfen wir sehen, dass Gott sich mit seiner Liebe mit mir durch die Schatten mei

nes Lebens durchkämpft und Wandlung schenkt.

Neue Anfänge, neuen Mut, neue Hoffnungen und die

Ewigkeit für mein Leben.

 

Sende mich deine Liebe zu verkünden.

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© Roland Knäbler